Das elektronische Logbuch von DL0MW/p enthält alle Fieldday-QSOs für die Jahre 1998 bis 2011. Verbindungen von DL0MW außerhalb des Fielddays sind nicht enthalten! Einfach das Rufzeichen für eine Gegenstation eingeben und "Check" anklicken.
Der Fieldday 2011 war rekordverdächtig was Regen und Nässe anging. Dabei hatte es zunächst wieder mit schönstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen angefangen. Am Samstag früh um 09:30h traf sich das Team auf der inzwischen schon traditionellen Fieldday-Wiese in der Nähe des Klosters Andechs, die wir nunmehr seit 13 Jahren in Benutzung haben. Wie üblich ging es los mit dem Aufbau des "OV-Zelts" und der Antenne. Dabei kam wie schon in den letzten Jahren eine G5RV mit "Hühnerleiter" aufgespannt zwischen zwei 12m hohen Masten und einem automatischen Antennentuner zum Einsatz. Nachdem wir in der "eingeschränkten Klasse" teilnehmen, ist nur eine einzige Dipolantenne zulässig.

Sebastian (DL1KSE) befestigt die Zeltabspannung.
Georg (DL5NO) auf der Leiter beim Ausfahren eines der beiden Antennenmasten. Alexandros (DG9ALL) und Sebastian (DL1KSE) halten einstweilen den Mast. OVV Gerhard (DL2HN) passt auf, dass sich Antennendraht und Abspannungen nicht verheddern. Im Hintergrund der Klosterberg von Andechs.

Gerhard (DL2HN) montiert den Regenschutz für den Antennentuner.
Bei der im "OV-Zelt" aufgebauten Station kommt ein IC-738 mit max. 100 Watt Sendeleistung zum Einsatz. Das Fieldday-Logbuch wird auf dem OV-eigenen Notebook geführt. Der Strom kommt aus einem Generator. Als Backup steht eine große Autobatterie zur Verfügung. Bei Ausfall des Generators laufen die Station und die "EDV" weiter, und nur die anderen "unwichtigen" Verbraucher (Beleuchtung, Kühlschrank) sind dann stromlos. Dieses Konzept hat sich über die Jahre bewährt, auch heuer wieder...

Sebastian (DL1KSE) bei der Inbetriebnahme der Station.
Fieldday ist eine Freiluftveranstaltung...und das Team hat auch mit ganz speziellen nicht-technischen Problem zu kämpfen. Just am Morgen des Fielddays lud ein Bauer auf dem benachbarten Acker zwei Fuhren mit Mist ab. Die Geruchsbelästigung hielt sich zwar in Grenzen, allerdings nahm die Mückenpopulation danach stark zu. Aber auch hier war vorgesorgt: Nach vielen Jahren gehört ein Moskitonetz ebenfalls zur Fieldday-Notfallausstattung...

Franz (DK3DK) unter dem Moskitonetz.
Kulinarisch war auch in diesem Jahr der Fieldday bestens vorbereitet. Chari (DG3MNK) hatte wieder ein Verpflegungszelt, Grill, Fleisch, Bratwürstchen, Soßen und alle anderen nötigen Ingredienzien dabei.

Immer wieder eine Herausforderung: Die Montage des Grills.
Im Verpflegungszelt ist angerichtet!
Um 17:00 Uhr Ortszeit startete dann der Contestbetrieb. Gut 2 Stunden nach einem recht flotten Beginn zogen von Nordosten mit hoher Geschwindigkeit dunkle Wolken herein, der QRN-Pegel nahm binnen weniger Minuten stark zu, und kurz darauf lag unser Fielddayplatz unter einem heftigen Gewitter mit Starkregen, so dass wir den Funkbetrieb aus Sicherheitsgründen unterbrechen mussten.
Gewitterpause.
Nach rund 30 Minuten war das Gewitter zwar über unseren Fielddayplatz hinweggezogen, blieb aber zwischen dem Ammersee und den Bergen hängen. Wir konnten zwischenzeitlich den Funkbetrieb wieder aufnehmen, aber der Störpegel blieb sehr hoch und ging erst weit nach Mitternacht zurück. Zu allem Überfluss fiel Im Laufe der Nacht noch der Generator aus, so dass die Station einige Zeit auf Batterie-Notstrom lief und Sebastian (DL1KSE), der dann gerade "Dienst" hatte, im Dunkeln nur mit dem Notebook-Bildschirm als Beleuchtung weiterfunken musste. Erst im vierten Anlauf lies sich der Generator zum Weiterarbeiten bewegen.

Blick nach Osten: Sonnenaufgang am Sonntag kurz nach 4:30h. Die letzten Wolken zogen ab.
Der Sonntag ging dann weitgehend problemlos über die Bühne...und insbesondere war es trocken. Nur die Mücken blieben und fanden in großer Zahl auf unergründliche Art und Weise auch den Weg unter das Moskitonetz. Am Ende hatten wir 826 Verbindungen im Log, was 401.280 Punkte einbrachte, in diesem Jahr etwas behindert durch die widrigen Umstände. Die Ausbreitungsbedingungen auf den höheren Bändern waren trotz Anstiegs der Sonnenfleckenzahl eher bescheiden. Auf dem 10m-Band gab es zwar die typische frühsommerliche Short-Skip-Ausbreitung, aber keinen echten DX-Verkehr.
Georg (DL5NO) und Franz (DK3DK) "bei der Arbeit" - natürlich auch unter dem Moskitonetz.
Das Team von DL0MW/p 2011 - stehend vlnr: OVV Gerhard (DL2HN), Alexandros (DG9ALL), Manfred (DL1MFY), Georg (DL5NO), Franz (DK3DK), Sebastian (DL1KSE), Georg (DJ0CD), unten Chari (DG3MNK).
Hier der Blick auf unseren Fieldday-Platz von oben (Link zu Flash Earth).
Fotos: DJ0CD, DL5NO
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